Ehrlich gerechnet
Möbel selbst transportieren oder liefern lassen: die ehrliche Rechnung
Selbst fahren lohnt sich, wenn das Stück leicht ist, beide Adressen ebenerdig liegen und Sie ohnehin einen Helfer haben. Sobald Treppen, Gewicht oder ein enger Zeitplan dazukommen, kippt die Rechnung, weil Mietwagen, Kaution, Sprit und zwei helfende Hände zusammen mehr kosten als eine Fahrt mit zwei Kräften. Hier stehen beide Seiten mit allen Posten nebeneinander.
- Alle Posten des Mietwagens, auch die weniger offensichtlichen
- Zwei Beispiele durchgerechnet, eines pro Seite
- Klare Fälle, in denen der eigene Wagen der bessere Weg ist
- Preise aus unserer Liste, nicht aus einem Werbeversprechen
Die Rechnung beginnt nicht bei der Tagesmiete
Wer einen Transporter mietet, vergleicht meistens den Tagespreis mit dem Preis einer Lieferung und kommt zu einem klaren Ergebnis. Der Vergleich ist nur unvollständig, weil auf der einen Seite ein einzelner Betrag steht und auf der anderen ein ganzer Tag. Rechnen Sie deshalb erst zusammen, was tatsächlich anfällt, und stellen Sie das Ergebnis danach gegenüber.
Zum Mietpreis gehören der Kraftstoff für Hin- und Rückweg samt der Fahrt zur Mietstation, die Kaution, die vorübergehend von Ihrem Konto verschwindet, der Selbstbehalt im Schadenfall, eventuell eine Kilometerbegrenzung und die Zeit, die das Abholen und Zurückbringen des Fahrzeugs kostet. Dazu kommt der Punkt, den niemand gern beziffert: Sie brauchen mindestens einen zweiten Menschen, der mit anfasst, und dieser Mensch will entweder Geld oder eine Gegenleistung.
Und dann ist da noch Ihr eigener Tag. Ein Transport, der von der Abholung des Fahrzeugs bis zur Rückgabe reicht, frisst bei einem einzigen Möbelstück selten weniger als vier Stunden. Das ist ein halber Samstag. Ob dieser halbe Samstag null Euro wert ist, entscheiden Sie, aber in die Rechnung gehört er.
Was beim Mietwagen alles dazukommt
Diese Liste ist keine Abschreckung, sondern eine Checkliste. Haken Sie ab, was in Ihrem Fall wirklich anfällt, und lassen Sie den Rest weg. Bei manchen bleibt danach eine sehr kleine Summe stehen, und dann ist selbst fahren die richtige Entscheidung.
- Miete für das Fahrzeug, gerechnet für den Zeitraum, den Sie wirklich brauchen, nicht für die reine Fahrzeit
- Kraftstoff für Hinweg, Rückweg und den Weg zur Mietstation und zurück
- Kaution, die je nach Anbieter mehrere hundert Euro betragen kann und einige Tage blockiert bleibt
- Selbstbehalt, falls beim Rangieren etwas passiert, sowie mögliche Kosten für die Reduzierung dieses Selbstbehalts
- Zwei helfende Hände, entweder bezahlt oder mit einer Gegenleistung abgegolten
- Decken, Gurte und Kantenschutz, falls nicht vorhanden, denn ohne sie scheuert die Ladung
- Ihre eigene Zeit, vom Abholen des Fahrzeugs bis zur Rückgabe mit vollem Tank
Wann sich selbst machen wirklich lohnt
Es gibt Fälle, in denen wir von einem Auftrag abraten, und das aus einem einfachen Grund: Wer für ein Regal einen Betrag zahlt, der ihm hinterher zu hoch erscheint, fragt beim nächsten und größeren Vorhaben nicht wieder an. Diese Fälle erkennen Sie an drei Merkmalen, die zusammen auftreten müssen.
Erstens ist das Stück leicht genug für zwei Personen, also etwa ein Regal, eine Kommode, ein einzelner Sessel oder ein zerlegter Schreibtisch. Zweitens liegen beide Adressen ebenerdig oder am Aufzug, es gibt also keine Treppe. Drittens haben Sie den zweiten Menschen ohnehin, weil er mit Ihnen einzieht oder in der Nähe wohnt.
Kommt dazu, dass Sie einen Kombi mit umklappbaren Sitzen fahren oder einen Transporter für zwei Stunden mieten können, ist selbst fahren klar günstiger. Auch bei sehr kurzen Wegen innerhalb desselben Hauses oder derselben Straße brauchen Sie uns nicht: Da ist ein Sackkarren die richtige Investition, kein Dienstleister.
Der Punkt, an dem es kippt, ist fast immer die Treppe. Ab dem zweiten Obergeschoss ohne Aufzug oder ab einem Gewicht, bei dem eine Person allein nicht mehr sicher rückwärts eine Stufe nehmen kann, wird selbst tragen nicht teuer, sondern riskant. Ein Bandscheibenvorfall oder eine aufgerissene Wand kosten mehr als jede Fahrt.
Zwei Beispiele, einmal für jede Seite
Erster Fall, das Regal: Es steht im Erdgeschoss und soll ins Erdgeschoss, es wiegt vielleicht dreißig Kilo und passt zerlegt in einen Kombi. Sie haben einen Kombi und einen Freund. Fahren Sie selbst. Alles andere wäre eine Empfehlung gegen Ihr Interesse.
Zweiter Fall, die Waschmaschine aus dem vierten Stock: Sie wiegt rund siebzig Kilo, die Trommel muss gesichert werden, es gibt keinen Aufzug, und getragen wird rückwärts abwärts. Hier brauchen Sie zwei kräftige Menschen, einen Gurt und jemanden, der weiß, wie eine Maschine auf der Treppe gekippt wird. Mieten, tragen, fahren, tragen, zurückbringen: Das ist der Nachmittag, und das Risiko liegt bei Ihnen.
Bei uns setzt sich derselbe Weg aus wenigen Posten zusammen, die Sie vorher kennen. Die Grundfahrt deckt zwei Kräfte, abholen und abstellen. Jede Etage ohne Aufzug kostet einen festen Betrag je Adresse, und für Geräte wie Waschmaschine, Trockner oder Kühlgerät gilt ein eigener Ansatz, weil die Trommel gesichert wird. Ein Beispiel aus unserer Preisliste: zweites Obergeschoss beim Abholen, drittes beim Abstellen, das sind fünf Geschosse zusätzlich zur Grundfahrt.
Haftung, Versicherung und die stille Restposition
Wenn Sie selbst fahren, tragen Sie den Schaden selbst. Das gilt für den Kratzer im Treppenhaus, für die abgeplatzte Ecke am Schrank und für die Delle im gemieteten Fahrzeug, wobei bei letzterer der vereinbarte Selbstbehalt greift. Ihre Hausratversicherung ist dafür in aller Regel nicht zuständig, weil der Transport kein versichertes Ereignis ist.
Bei einem gewerblichen Transport gelten dagegen die Haftungsregeln des Frachtrechts. Der Unterschied fällt bei einem Regal nicht ins Gewicht und bei einer Glasvitrine sehr wohl. Wer etwas Wertvolles oder Empfindliches bewegt, sollte diesen Unterschied in die Rechnung aufnehmen, auch wenn er sich nicht als Betrag auf einer Quittung wiederfindet.
Die letzte Position ist der Termin. Ein Mietwagen ist an Öffnungszeiten und an die Verfügbarkeit gebunden, und wer erst am Samstagnachmittag Zeit hat, findet häufig nichts mehr. Wir planen die Fahrt so, wie es Ihnen passt, auch am selben Tag, sobald ein Wagen frei ist. Für den Zeitpunkt selbst berechnen wir keinen Aufschlag.
So kommen Sie in zwei Minuten zu einer Zahl
Schreiben Sie auf, was transportiert wird, wo es steht und wohin es soll, jeweils mit Geschoss und mit der Angabe, ob es einen Aufzug gibt. Fügen Sie zwei Fotos an, eines vom Stück und eines vom Treppenhaus. Damit können wir rechnen, ohne vorbeizukommen.
Vergleichen Sie diese Zahl anschließend mit Ihrer eigenen Liste von oben. Fällt der Vergleich zugunsten des Mietwagens aus, sagen wir Ihnen das auch. Ein Auftrag, den jemand hinterher bereut, ist für uns kein guter Auftrag.
Die Posten unserer Seite der Rechnung
| Leistung | Preis | Was darin steckt |
|---|---|---|
| Grundfahrt in Berlin, ein Möbelstück | ab 67 € | Zwei Kräfte, abholen und abstellen, Erdgeschoss oder Aufzug |
| Jedes weitere Stück auf derselben Tour | 14 € je Stück | Solange alles zusammen in eine Ladung passt |
| Treppe ohne Aufzug, je Geschoss und Adresse | 8 € | Hier steckt der Aufwand, nicht in den gefahrenen Kilometern |
| Abholung bei Händler, Lager oder Privatverkauf | ab 77 € | Eine halbe Stunde Standzeit vor Ort ist enthalten |
| Fahrt noch am selben Tag | ab 28 € | Sobald ein Wagen frei ist, zu jeder Tages- und Nachtzeit |
In allen Beträgen steckt die Mehrwertsteuer. Verbindlich wird die Summe, sobald wir wissen, was gefahren wird und wie viele Treppen dazwischenliegen. Für ein einzelnes Stück reichen dafür zwei Fotos, für eine ganze Wohnung schauen wir kostenlos vorbei.
Rechenfragen, die vor der Entscheidung auftauchen
- Ab wann lohnt sich der eigene Transport nicht mehr?
- Sobald eine Treppe ohne Aufzug dazukommt oder das Stück so schwer ist, dass zwei ungeübte Personen es nicht sicher kippen können. Dann brauchen Sie ohnehin zwei geübte Hände, und die sind der teuerste Posten Ihrer eigenen Rechnung.
- Können Sie mir vom Auftrag abraten?
- Das kommt regelmäßig vor. Ein leichtes Regal, das ebenerdig um die Ecke soll, fahren Sie günstiger selbst. Wir sagen das offen, weil wir lieber beim nächsten größeren Vorhaben gefragt werden als einmal an einem Kleinstauftrag zu verdienen.
- Was kostet die Etage bei Ihnen?
- Je Geschoss ohne Aufzug und je Adresse fällt ein fester Betrag an, der in unserer Preisliste steht. Gerechnet wird für beide Adressen getrennt, weil der Aufwand im Treppenhaus steckt und nicht in den gefahrenen Kilometern.
- Rechnen Sie Kilometer ab?
- Innerhalb Berlins nicht, dort gilt die Grundfahrt. Erst jenseits der Stadtgrenze kommt ein Kilometersatz dazu, gerechnet ab Stadtrand, der Rückweg ist darin bereits enthalten. Zusätzliche Stücke auf derselben Tour kosten deutlich weniger als die erste Fahrt.
- Ich habe zwei Möbelstücke, zahle ich zweimal?
- Nein. Die Grundfahrt fällt einmal an, jedes weitere Stück auf derselben Tour kommt mit einem kleinen Betrag dazu, solange alles zusammen in eine Ladung passt. Genau hier wird der Unterschied zum Mietwagen am deutlichsten.
- Brauche ich eigene Decken und Gurte?
- Bei uns nicht, das Material ist an Bord und wird nicht gesondert berechnet. Wenn Sie selbst fahren, kaufen oder leihen Sie Decken, Kantenschutz und Spanngurte lieber vorher, als hinterher eine Politur bezahlen zu müssen.
- Wie schnell können Sie fahren?
- Sobald ein Wagen frei ist, auch noch am selben Tag. Für den kurzfristigen Termin gibt es einen eigenen Posten in der Preisliste, aber weder für die Uhrzeit noch für den Wochentag berechnen wir zusätzlich etwas.
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